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Ich les' dir mein Leben ...

Im Rahmen der interkulturellen Wochen 2006 in Duisburg haben Tülay Polat und Andreas Pasieka auf Initiative der Frauenhaus Duisburg gGmbH das Hörbuch „Ich les’ dir mein Leben“ produziert. Frauen mit Migrationshintergrund tauchen in den Medien meist nur als Opfer auf. Aber was ist mit den starken, emanzipierten Frauen, die trotz widriger Erfahrungen ein selbstbestimmtes Leben führen?

In diesem Hörbuch haben eben diese Frauen endlich die Möglichkeit bekommen in Kurzgeschichten und Erzählungen aus ihrem Leben zu berichten.

Einer der Höhepunkte des Hörbuches sind die Geschichten von Frau Asli Sevindim, als Tochter türkischer Eltern in Duisburg geboren und aufgewachsen. Adana Kebap mit ganz viel Joghurt und Strammer Max - beides hat seinen Platz auf der Speisekarte von Asli Sevindim, die WDR Moderatorin und künstlerische Direktorin für das Kulturhauptstadtjahr 2010 liest aus Ihrem Buch ‚Candlelight Döner’ vor.

In ‚Mein Russlandtraum’ erzählt Ingrid Wunder die Geschichte einer großen Liebe im Russland der Dreißiger Jahre. Ihre Mutter Pauline zog als Kind mit ihren Eltern von Essen nach Russland um Arbeit zu finden. Jahre später schien ihr Glück mit ihrer großen Liebe Petja vollkommen, bis sie in den schicksalhaften Vorkriegsjahren als mutmaßliche Spionin verhaftet wurde. Eine erschütternde Geschichte, die viele Herzen bewegt. Heute lebt Ingrid Wunders Mutter in Duisburg.

Ingrid Lenders liest aus ihren Erzählungen zum Arbeitskampf der Stahlwerker in Duisburg Rheinhausen.

Abgerundet wird das Hörbuch durch Interviews mit Liboria Antonuccio, einer Deutsch-Italienerin mit „Gastarbeiterhintergrund“, Schewa van Oden, einer Deutsch-Irakerin und den Mitarbeiterinnen Gülgün Teyhani und Klara Randerath des Frauenhauses Duisburg, die über eine veränderte Situation berichten.

Es werden authentische Erzählungen präsentiert, die der Stigmatisierung von Frauen mit Migrationshintergrund als ‚geschundene Frau’ mit gelungenen positiven Beispielen entgegentreten.

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